Sonntag, 27. Oktober 2013

Hausaufgaben erledigt, Strafarbeiten auch

Urghs, es gibt Dinge, an die werde ich mich nie gewöhnen, und Sex zu ausschließlichen Fortpflanzungszwecken gehört eindeutig dazu! Es wird auch nicht besser, obwohl man doch denken sollte, daß man sich an alles gewöhnen kann und somit auch daran, aber nee - irgendwie nicht. Wie dem auch sei, wir haben unsere "Hausaufgaben" brav erledigt, inklusive den Strafarbeiten (okay, sooo schlimm war es auch wieder nicht) am Sonntag morgen, und jetzt ist mal wieder Warten angesagt. Daran habe ich mich mittlerweile nun besser gewöhnt - zumindest diesmal ist das Gelassenheitslevel doch wesentlich höher bzw. die Aussetzer werden seltener. Wir werden sehen, was sich tut!

Montag, 21. Oktober 2013

Ich lebe noch

Ich habe nur zur Zeit gerade ueberhaupt keine Lust zum Schreiben und auch zu sonst nichts. Soll es ja geben, liegt vermutlich auch an der Jahreszeit! 

Was tut sich also an der Babyfront? Letzten Freitag (Zyklustag 9, der zweite mit Femara) war ich wieder zum Ultraschall und es war nix zu sehen, ausser den bekannten polyzystischen Ovarien. Kleine Abschweifung, letzte Woche habe ich Marmelade gekocht und bei den grossen Blubberblasen im Topf musste ich spontan daran denken, dass das genau wie meine Eierstoecke im Ultraschall aussieht...aehm, egal, zurueck zum Thema, sowas kann man wahrscheinlich nur als PCOS-Patientin verstehen! Frau Doktor meinte, das koenne schon sein bei Femara, ich hab mich dann fuer den Montag nochmal zum Ultraschall eingeladen und bin mal wieder heulend mit meinem Mann durch die Stadt gestolpert, weil ich schon eine weitere sechsmonatige Zwangspause ohne Tante Rosa vor meinem inneren Auge sah. Ich hab es ja schon oefter erwaehnt: Das positive Denken ist nicht gerade meine allergroesste Staerke! 

An dem Abend war dann eine 0.3 l-Flasche des einheimischen Billigtroesters (19%) noetig, die ich (sehr zur Erheiterung der beiden mittelalterlichen Maenner am Nachbartisch) in ca. 20 Minuten alleine in Shots vernichtet habe. Die Grundkondition der Ex-Kampftrinkerin ist also trotz einjaehriger Zwangspause offensichtlich noch vorhanden! Aehm, egal, auch hier heisst es ganz schnell zurueck zum Thema! Am Montag beim Ultraschall bei der netten Assistenzaerztin dann die grosse Ueberraschung: zwei wunderschoene Follikel von ca. 1.5 cm, einer im Eierstock links und einer rechts. Das gab's noch gar nie. Das Wechselbad der Gefuehle war mal wieder heftig, nachdem ich mich kurz zuvor noch mit meinem Mann gestritten hatte, weil der mal wieder 30 Minuten zum Aufwachen unter der Dusche vertroedelt hatte, und das, obwohl die Zeit schon verdammt knapp war und ich ein (extrem nerviger) Puenktlichkeitsfanatiker bin! 

Frau Doktor hat dann auch nochmal kurz reingeschaut und uns aufgetragen, fuer Mittwoch und Freitag unsere "Hausaufgaben" zu machen. Auch irgendwie ein suesser Weg, um es auszudruecken, oder? Auf jeden Fall hab ich dann nachgerechnet, dass ich beim letzten Femara-Zyklus ungefaehr ein Wachstum von 0.1 am Tag hatte und bei 2.0 immer noch keinen Eisprung, so dass derselbige wahrscheinlich eher am Samstag oder Sonntag stattfindet. (Ach ja, und die handelsueblichen Eisprungtester sind laut ihr so schlecht, dass man sich die Anschaffung auch sparen kann.) Wahrscheinlich sollten wir also dann am Samstag auch noch Strafarbeiten erledigen bzw. zum Nachsitzen kommen - aber es gibt Schlimmeres, oder ;)

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Die Tante ist da

...also doch. Verspätet, aber immerhin. Man kann sich also auch darüber freuen, wenn klar ist, daß man sowieso nicht schwanger ist und das immer noch die bessere Alternative im Vergleich zu sechs Monaten ganz ohne Tante Rosa ist. Ab übermorgen geht es dann wieder mit Femara los und dann irgendwann mal übernächste Woche wieder zum Ultraschall in die große Stadt.

Ansonsten geht es mir weiterhin nicht gut (Untertreibung des Jahres), seit zwei Tagen nehme ich wieder Johanniskraut, vielleicht hilft das ja gegen die Depressionen. Wir werden sehen.

Montag, 7. Oktober 2013

Weder noch, aber was denn jetzt?

Es ist schon ewig her, daß ich mich hier gemeldet habe - seit dem vermutlichen (???) Eisprung sind jetzt mehr als drei Wochen vergangen, von Tante Rosa ist weit und breit nichts zu sehen, gestern morgen habe ich einen Schwangerschaftstest gemacht, dieser war negativ. Keine Ahnung, was los ist. Heute morgen habe ich in der Klinik angerufen, aber Frau Doktor ist den ganzen Tag im OP und sie melden sich dann morgen vormittag.

Letzte Woche hatte ich geschwollene Brüste und ein ganz leichtes Stechen im Unterleib, das Stechen ist auch jetzt noch manchmal da, die Brüste sind fast wieder zurück auf normal. Zu meinen normalen Standardsymptomen vor Tante Rosa gehört das nicht, ich hab da nämlich sonst immer nur Rückenschmerzen. Exzentrisch, ich weiß. Ansonsten bin ich komplett erschöpft, wobei ich mir ziemlich sicher bin, daß das am mentalen Streß liegt, und daher heute gar nicht erst arbeiten gegangen. (Die drei Heulanfälle zwischendurch hatte ich auch lieber zuhause als im Büro.) Morgen kann ich das leider nicht wiederholen, aber heute war es mal nötig. Gerade ist einfach alles nur unglaublich anstrengend.

Sonntag, 22. September 2013

Positiv, at least if you're fertile

Hier gibt's einen Artikel zum Thema Erfolgsquoten von der BBC-Homepage. Nach einem Jahr erfolgloser Versuche either "in bed or by the fireside on the hearth rug" oder an ausgewählten anderen Locations bin ich ja nun leider aus der Kategorie fertile offensichtlich rausgefallen, aber je nun. Auf jeden Fall ist auch das mal wieder ein klarer Fall von "glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast"!

Samstag, 21. September 2013

Das Outing: Ja, ich bin ein schlechter Mensch. Und ich steh dazu.

Nein, ich kann mich nicht freuen, wenn auf der Facebook-Timeline das Foto vom positiven Schwangerschaftstest der Frau eines Kumpels auftaucht (es ist das dritte Kind, übrigens). Ich kann es einfach nicht. Ich tu natürlich so als ob, ist schon klar. Aber nein, es geht nicht. Ich bewundere alle, die das scheinbar können oder sich erfolgreich einreden, dass sie es können, aber nein, nein, nein. Ich bin neidisch, ich bin wütend, ich bin traurig, ich bin verzweifelt. Ich hab die Schnauze voll von Babybildern und all diesem familiären Glück, von all diesen völlig ungeplanten ups-ich-bin-ja-schon-wieder-schwanger-und-eigentlich-war-das-ja-so-schnell-nicht-geplant Storys. Und ich hab auch die Schnauze voll von Freunden, die unsere Probleme entweder ignorieren oder dann ganz schnell das Thema wechseln, wenn ich davon anfange. That's what friends are for, dachte ich immer, aber ich werd dann eben auch das Thema wechseln, wenn ich mir das nächste Mal das Gelaber von durchwachten Nächten und Abstillproblemen anhören soll!

Neid ist kein schönes Gefühl, eher das Gegenteil davon. Aber ich kann es nicht ändern. Vielleicht gibt es ja so wie bei den Vier Phasen des Trauerns auch sowas wie die Vier Phasen des Kinderwunsches: Schock-Wut-Hoffnung-Resignation, so oder so ähnlich sehen die zumindest bei mir persönlich aus. Zur Zeit schwanke ich gerade irgendwo zwischen Wut und Hoffnung, mit gelegentlichen Phasen der Resignation.

Und ansonsten heißt es mal wieder warten, warten, warten - aber falls es was wird, werde ich den positiven Schwangerschaftstest nicht auf Facebook stellen, versprochen. Und erstmal die ersten acht Wochen abwarten, bevor ich anfange, mich zu freuen.

Sonntag, 15. September 2013

Wartezeit 3: Startschuß!

Mit etwas Verspätung ein kleines Update: Donnerstag war ich ja noch mal beim Ultraschall (4 Stunden An- und Abreise für eine zehnminütige Untersuchung, darüber denke ich lieber nicht so genau nach), der Follikel war mittlerweile bei 2 cm angekommen und immer noch da, also war es nix mit dem Eisprung. Den schlechten Sex vom Dienstag hätten wir uns also auch gerade mal sparen können! Aber vorher weiß man das ja nie, ne. Dafür gab's dann noch mal das gleiche Spiel am Donnerstag und Freitag. Ich glaub, gewöhnen werden wir uns daran nie!

Das Gute am neuen Krankenhaus ist nun allerdings, daß nicht nur die Ärztin, sondern auch das andere Personal tausendmal netter ist als in Perversistan, und dafür fährt man doch gerne mal vier Stunden hin und zurück, oder? Auf jeden Fall waren die Mädels alle ziemlich geflasht davon, daß ich aus der Provinz bis in die große Stadt komme und haben mich dann erstmal gefragt, ob ich denn auch bei ihnen entbinden will. Und ich so....hahaha....wenn's dann mal klappt, schon! 

Ach ja, und noch ein Nachtrag zum (angeblich) blockierten Eileiter: laut Frau Doktor muß der Eileiter gar nicht verschlossen sein, sondern kann sich auch nur als Reaktion auf die Flüssigkeit bei der Hysterosalpingographie zusammenziehen und dann eben auf dem Bild verschlossen aussehen. Wußte ich nicht, Dr. Pervers offensichtlich auch nicht. Er kann natürlich trotzdem verschlossen sein, muß aber nicht. Spannend, oder?