Nein, ich kann mich nicht freuen, wenn auf der Facebook-Timeline das Foto vom positiven Schwangerschaftstest der Frau eines Kumpels auftaucht (es ist das dritte Kind, übrigens). Ich kann es einfach nicht. Ich tu natürlich so als ob, ist schon klar. Aber nein, es geht nicht. Ich bewundere alle, die das scheinbar können oder sich erfolgreich einreden, dass sie es können, aber nein, nein, nein. Ich bin neidisch, ich bin wütend, ich bin traurig, ich bin verzweifelt. Ich hab die Schnauze voll von Babybildern und all diesem familiären Glück, von all diesen völlig ungeplanten ups-ich-bin-ja-schon-wieder-schwanger-und-eigentlich-war-das-ja-so-schnell-nicht-geplant Storys. Und ich hab auch die Schnauze voll von Freunden, die unsere Probleme entweder ignorieren oder dann ganz schnell das Thema wechseln, wenn ich davon anfange. That's what friends are for, dachte ich immer, aber ich werd dann eben auch das Thema wechseln, wenn ich mir das nächste Mal das Gelaber von durchwachten Nächten und Abstillproblemen anhören soll!
Neid ist kein schönes Gefühl, eher das Gegenteil davon. Aber ich kann es nicht ändern. Vielleicht gibt es ja so wie bei den Vier Phasen des Trauerns auch sowas wie die Vier Phasen des Kinderwunsches: Schock-Wut-Hoffnung-Resignation, so oder so ähnlich sehen die zumindest bei mir persönlich aus. Zur Zeit schwanke ich gerade irgendwo zwischen Wut und Hoffnung, mit gelegentlichen Phasen der Resignation.
Und ansonsten heißt es mal wieder warten, warten, warten - aber falls es was wird, werde ich den positiven Schwangerschaftstest nicht auf Facebook stellen, versprochen. Und erstmal die ersten acht Wochen abwarten, bevor ich anfange, mich zu freuen.
Und ansonsten heißt es mal wieder warten, warten, warten - aber falls es was wird, werde ich den positiven Schwangerschaftstest nicht auf Facebook stellen, versprochen. Und erstmal die ersten acht Wochen abwarten, bevor ich anfange, mich zu freuen.